André Kohlmann
| 20.07.2026

Wie viel Geld brauche ich um eine Wohnung als Kapitalanlage zu kaufen?

Für den Kauf einer Wohnung als Kapitalanlage benötigen Sie in der Regel zwischen 20 und 30 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital, zuzüglich der anfallenden Kaufnebenkosten. Bei einer Neubauwohnung im mittleren Preissegment bedeutet das häufig einen Kapitaleinsatz von 50.000 bis 100.000 Euro und mehr, abhängig von Lage, Größe und Finanzierungsstruktur. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um Kosten, Förderungen und Rendite beim Kauf einer Kapitalanlage-Wohnung.

Welche Kosten fallen beim Kauf einer Kapitalanlage-Wohnung an?

Beim Kauf einer Wohnung als Kapitalanlage entstehen neben dem eigentlichen Kaufpreis stets Kaufnebenkosten, die in Deutschland typischerweise zwischen 10 und 15 Prozent des Kaufpreises liegen. Diese Nebenkosten des Immobilienkaufs müssen in der Regel vollständig aus Eigenkapital gedeckt werden, da Banken sie selten mitfinanzieren.

Die wichtigsten Kostenpositionen im Überblick:

  • Grunderwerbsteuer: Je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. In Sachsen liegt der Satz bei 5,5 Prozent.
  • Notar- und Grundbuchkosten: Rund 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises für die notarielle Beurkundung und die Eintragung ins Grundbuch.
  • Maklerprovision: Sofern ein Makler beteiligt ist, üblicherweise bis zu 3,57 Prozent (inkl. MwSt.) pro Partei. Bei Direktvertrieb über den Bauträger entfällt dieser Posten häufig.
  • Finanzierungskosten: Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungszinsen und gegebenenfalls Kosten für ein Wertgutachten der Bank.

Hinzu kommen nach dem Kauf laufende Kosten wie Hausgeld, nicht umlagefähige Betriebskosten sowie Rücklagen für Instandhaltung. Bei Neubauwohnungen sind die laufenden Instandhaltungskosten in den ersten Jahren erfahrungsgemäß deutlich geringer als bei Bestandsimmobilien, was die Kalkulation für Kapitalanleger erleichtert.

Wie viel Eigenkapital brauche ich wirklich für eine Anlagewohnung?

Als Faustregel gilt: Mindestens 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises sollten Sie als Eigenkapital mitbringen, plus die gesamten Kaufnebenkosten. Wer weniger Eigenkapital einsetzt, zahlt höhere Zinsen und erhöht das finanzielle Risiko. Wer mehr einbringt, verbessert die Konditionen und steigert den monatlichen Cashflow aus der Vermietung.

Konkret bedeutet das: Bei einer Neubauwohnung mit einem Kaufpreis von 300.000 Euro sollten Sie realistisch mit einem Eigenkapitalbedarf von 80.000 bis 100.000 Euro rechnen, wenn Sie die Nebenkosten einschließen. Für hochpreisigere Objekte oder Lagen mit besonders starker Nachfrage kann dieser Betrag entsprechend höher ausfallen.

Wichtig zu wissen: Manche Banken finanzieren bei sehr guter Bonität und attraktiver Lage auch bis zu 90 oder sogar 100 Prozent des Kaufpreises. Das sogenannte Vollfinanzierungsmodell ist jedoch mit deutlich höheren Zinssätzen verbunden und eignet sich nur für erfahrene Kapitalanleger mit stabilen Einkommensverhältnissen. Eine individuelle Prüfung durch einen unabhängigen Finanzierungsberater ist in jedem Fall sinnvoll.

Welche staatlichen Förderungen senken den Kapitalbedarf?

Beim Kauf einer qualifizierten Neubauwohnung stehen Kapitalanlegern mehrere staatliche Förderinstrumente zur Verfügung, die den tatsächlichen Kapitalbedarf und die Steuerlast spürbar reduzieren können. Die relevantesten sind das KfW-Darlehen, die degressive AfA sowie die Sonder-AfA nach § 7b EStG.

KfW-Förderung für Neubauten mit Effizienzhaus-40-Standard

Für Neubauwohnungen, die den Standard eines KfW-Effizienzhauses 40 mit Nachhaltigkeitsklasse (QNG) erfüllen, stellt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zinsvergünstigte Darlehen von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit bereit. Dieses Darlehen ersetzt einen Teil des sonst erforderlichen Bankdarlehens zu günstigeren Konditionen und senkt damit die monatliche Finanzierungsbelastung. Dieser Förderzugang ist ausschließlich an den Effizienzhaus-40-QNG-Standard geknüpft und steht nicht für alle Neubauten offen.

Degressive AfA und Sonder-AfA für Neubauten

Kapitalanleger, die eine Neubauwohnung vermieten, können von zwei besonders attraktiven Abschreibungsmöglichkeiten profitieren:

  • Degressive AfA (§ 7 Abs. 5a EStG): Für Wohngebäude, deren Bauantrag zwischen Oktober 2023 und September 2029 gestellt wurde, gilt eine degressive Abschreibung von 5 Prozent auf den jeweiligen Restwert. Ein Wechsel zur linearen AfA ist jederzeit möglich.
  • Sonder-AfA (§ 7b EStG): Zusätzlich zur regulären AfA können im Jahr der Anschaffung und in den drei Folgejahren jeweils bis zu 5 Prozent der Bemessungsgrundlage als Sonderabschreibung geltend gemacht werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Baukosten 5.200 Euro je Quadratmeter nicht übersteigen und die Wohnung vermietet wird. Die Bemessungsgrundlage ist dabei auf maximal 4.000 Euro je Quadratmeter begrenzt.

Diese steuerlichen Hebel können gerade für einkommensstarke Kapitalanleger mit hohem Grenzsteuersatz erhebliche Liquiditätsvorteile schaffen, da sie das zu versteuernde Einkommen in den ersten Jahren nach dem Kauf deutlich senken.

Wie berechne ich die Rendite meiner Kapitalanlage-Wohnung?

Die Rendite einer Kapitalanlage-Wohnung berechnen Sie, indem Sie die jährlichen Mieteinnahmen ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzen. Dabei unterscheidet man zwischen der Bruttomietrendite und der Nettomietrendite, wobei letztere die realistischere Kennzahl für Kapitalanleger ist.

Die Bruttomietrendite errechnet sich einfach:

  1. Jährliche Kaltmiete durch den Kaufpreis dividieren
  2. Das Ergebnis mit 100 multiplizieren

Die Nettomietrendite berücksichtigt zusätzlich alle laufenden Kosten, die nicht auf den Mieter umgelegt werden können, sowie die Kaufnebenkosten. Sie ist daher aussagekräftiger für die tatsächliche Rentabilität.

Für eine vollständige Renditebetrachtung sollten Kapitalanleger auch den steuerlichen Effekt einbeziehen: Durch Abschreibungen (AfA) entsteht in der Steuererklärung häufig ein Werbungskostenverlust aus Vermietung und Verpachtung, der das zu versteuernde Gesamteinkommen mindert. Dieser Steuereffekt verbessert den tatsächlichen Netto-Cashflow und ist ein zentrales Motiv für viele Kapitalanleger. Eine genaue Berechnung sollte stets in Abstimmung mit einem Steuerberater erfolgen.

Wann lohnt sich eine Neubauwohnung als Kapitalanlage mehr als Bestandsimmobilien?

Eine Neubauwohnung lohnt sich als Kapitalanlage dann mehr als eine Bestandsimmobilie, wenn Sie von steuerlichen Sonderregelungen profitieren möchten, niedrige Instandhaltungskosten bevorzugen und Wert auf einen hohen energetischen Standard legen. Bestandsimmobilien können zwar günstiger im Einkauf sein, bringen aber häufig höhere laufende Kosten und geringere Fördermöglichkeiten mit sich.

Die wesentlichen Vorteile von Neubauwohnungen für Kapitalanleger im Vergleich:

  • Steuerliche Förderung: Degressive AfA (5 %), Sonder-AfA (5 %) und KfW-Darlehen sind an den Neubau mit Effizienzhaus-40-QNG-Standard geknüpft und für Bestandsimmobilien nicht verfügbar.
  • Geringere Instandhaltungskosten: Neubauten sind in den ersten Jahren wartungsarm, was den Cashflow stabilisiert.
  • Energieeffizienz: Niedrige Nebenkosten für Mieter erhöhen die Vermietbarkeit und können höhere Mietpreise rechtfertigen.
  • Planungssicherheit: Klare Kostenstrukturen durch Festpreisverträge mit dem Bauträger.

Bestandsimmobilien bieten demgegenüber manchmal einen günstigeren Einstiegspreis und sofortige Mieteinnahmen ohne Wartezeit bis zur Fertigstellung. Denkmalimmobilien können zudem eigene steuerliche Vorteile bieten, etwa erhöhte Absetzungen von bis zu 9 Prozent in den ersten acht Jahren. Welche Variante besser passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Steuersatz und Ihren Anlagezielen ab.

Welche Lage ist wichtig für den Erfolg einer Kapitalanlage?

Die Lage einer Kapitalanlage-Wohnung ist einer der wichtigsten Faktoren für dauerhaft stabile Mieteinnahmen und langfristige Wertentwicklung. Zentrale Kriterien sind die Infrastruktur, die Bevölkerungsentwicklung der Stadt, die Nachfrage auf dem lokalen Mietmarkt sowie die Nähe zu Arbeitgebern, Hochschulen und öffentlichem Nahverkehr.

Für Kapitalanleger sind folgende Lagefaktoren relevant:

  • Makrolage: Wachsende Städte mit positiver Bevölkerungsentwicklung und stabiler Wirtschaftsstruktur bieten langfristig bessere Vermietungsaussichten als schrumpfende Regionen.
  • Mikrolage: Die direkte Umgebung der Wohnung, also die Anbindung an den Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten, Grünflächen und das Wohnumfeld, beeinflusst sowohl die Miethöhe als auch die Leerstandsrisiken.
  • Mietpreisniveau: Lagen mit nachhaltig hoher Mietnachfrage und moderatem Leerstand ermöglichen planbare Einnahmen.
  • Entwicklungspotenzial: Stadtteile, die sich im Aufwertungsprozess befinden, bieten häufig Chancen auf Wertsteigerung bei überschaubarem Einstiegspreis.

Wer eine Wohnung als Kapitalanlage kauft, sollte die Lage nicht nur nach dem aktuellen Mietpreis beurteilen, sondern auch die mittelfristige Entwicklung des Stadtteils und der Gesamtstadt einschätzen. Eine zentrale Lage mit kurzen Wegen in die Innenstadt ist für viele Mietergruppen, besonders Berufstätige und Studierende, besonders attraktiv.

Wie die KOWO Immobilien GmbH beim Kauf einer Kapitalanlage-Wohnung unterstützt

Wir begleiten Kapitalanleger von der ersten Orientierung bis zur schlüsselfertigen Übergabe ihrer Neubauwohnung. Unser Fokus liegt ausschließlich auf hochwertigen Neubauprojekten in gefragten Lagen Leipzigs, die den Standard des KfW-Effizienzhauses 40 QNG erfüllen und damit alle relevanten steuerlichen Förderinstrumente zugänglich machen.

Was wir für Sie konkret leisten:

  • Zugang zu Neubauprojekten der KOWO Immobilien GmbH in zentralen Leipziger Lagen mit KfW-Effizienzhaus-40-QNG-Standard
  • Transparente Aufstellung aller Kaufnebenkosten und Finanzierungsbausteine, einschließlich des KfW-Darlehens von bis zu 150.000 Euro
  • Individuelle Beratung zu den steuerlichen Rahmenbedingungen in Abstimmung mit Ihrem Steuerberater
  • Vollständige Abwicklung des Kaufvorgangs, auch für institutionelle Investoren und Family Offices
  • Über 30 Jahre Markterfahrung im Großraum Leipzig für fundierte Einschätzungen zur Mikro- und Makrolage

Wenn Sie konkrete Fragen zu einem unserer Projekte haben oder einen ersten Überblick über Ihre Investitionsmöglichkeiten gewinnen möchten, freuen wir uns auf Ihr Beratungsgespräch.

Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung dar. Angaben zu Gesetzen, Förderkonditionen und Berechnungen sind Orientierungswerte und können sich ändern oder je nach individueller Situation abweichen. Wir empfehlen vor jeder Investitionsentscheidung die Beratung durch einen qualifizierten Steuerberater. Bei Fragen zu unseren Neubauprojekten in Leipzig sprechen Sie uns gerne direkt an.

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